Tödlicher Streit in Kalabrien
Luxemburger Rugbyspieler bleibt weiterhin in Italien in Haft
Der 22-jährige Spieler der Luxemburger Rugby-Nationalmannschaft bleibt nach einer tödlichen Auseinandersetzung in Sangineto weiter in Haft. Ihm wird vorgeworfen, einen 34-Jährigen vor einer Diskothek geschlagen zu haben. Das Opfer stürzte und starb später im Krankenhaus.
Hintergrund ist eine Auseinandersetzung vor einer Diskothek in Sangineto Symbolfoto: dpa/Sabina Crisan
Der 22‑jährige Spieler der Luxemburger Rugby-Nationalmannschaft bleibt nach einer tödlichen Auseinandersetzung in Sangineto vorerst weiter in Haft, berichtet der „Corriere della Calabria“. Sein Anwalt war mit einem Einspruch gegen die Haftentscheidung nicht erfolgreich. Er wird des Todes des 34-jährigen Familienvaters Antonio Perrotta beschuldigt.
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Faustschlag vor Diskothek
Die Auseinandersetzung ereignete sich vor der Diskothek „Il Castello“ in Sangineto. Der 22-Jährige, der aus Kalabrien stammt, soll Perrotta einen Faustschlag im Bereich von Mund und Kinn versetzt haben. Anschließend soll dieser nach hinten gestürzt und mit dem Kopf heftig aufgeschlagen sein.
Die Darstellung wurde laut dem „Corriere della Calabria“ auch durch die Aussage des Bruders des Beschuldigten bei der Haftanhörung bestätigt.
Perrotta stirbt im Krankenhaus
Nach der Auseinandersetzung wurde das Opfer in das Krankenhaus von Cetraro gebracht. Die Ärzte stellten ein „rechtes frontoparietotemporales Hämatom, Benommenheit, Rechtsabweichung des Mundwinkels, psychomotorische Unruhe, linksseitige Hemiplegie sowie eine konjugierte Blickabweichung“ fest.
Aufgrund seines schlechten Zustands und einer zunehmenden Verschlechterung der neurologischen Funktionen wurde der Mann intubiert und mit der Diagnose einer posttraumatischen Blutung in das Krankenhaus von Cosenza verlegt. Dort wurde er auf der Intensivstation behandelt. Er starb trotz der medizinischen Maßnahmen.
Zeugenaussagen lassen Fragen offen
Die Aussagen mehrerer Zeugen liefern laut der zuständigen Richterin bislang keine ausreichenden Informationen für eine vollständige Rekonstruktion des Geschehens und insbesondere der mutmaßlichen Attacke.
Einige Zeugen berichteten von einer „Schlägerei“ vor dem Lokal. Einer der Beteiligten sei nach einem Faustschlag nach hinten gefallen und habe sich dabei den Kopf angeschlagen. Die Sicherheitskräfte der Diskothek schilderten eine Auseinandersetzung und das Verlassen zweier junger Männer aus dem Lokal. Diese wurden später als die Beschuldigten identifiziert. Zu der mutmaßlichen Attacke selbst machten die Sicherheitskräfte jedoch keine Angaben.