Nach verheerenden Erdbeben
Luxemburg schickt zweite Hilfsmission nach Venezuela
In Venezuela läuft nach den schweren Erdbeben immer noch die Suche nach Vermissten. Zwei weitere Luxemburger Experten sollen jetzt ihre Kollegen vor Ort unterstützen.
Diese Luftaufnahme zeigt zerstörte Gebäude nach den beiden Erdbeben in Caraballeda in Venezuela Foto: AFP
Die Zahl der Toten durch Erdbeben in Venezuela liegt bei mindestens 1.700 Menschen. Zehntausende weitere werden vermisst. Mehr als 58.000 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Viele Staaten haben bereits Hilfe geschickt – auch Luxemburg. Eine zweite Hilfsmission des Großherzogtums ist jetzt unterwegs.
Luftbrücke von Melsbroek
Ein Militärtransporter vom Typ A400 hob am Dienstag von Melsbroek in Belgien ab, wie aus einer Pressemitteilung der Regierung hervorgeht. Die Mission wird gemeinsam mit dem Nachbarn organisiert. Sie soll Experten und Hilfsgüter in das Katastrophengebiet bringen.
Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 auf der Richter-Skala hatten Venezuela vergangene Woche getroffen. Es war das schwerste Erdbeben im südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert. 2.400 Such- und Rettungskräfte aus aller Welt wurden in das Katastrophengebiet entsandt. Auch Tage nach den verheerenden Beben finden die Rettungskräfte noch immer Überlebende unter den Trümmern.
Zwei Luxemburger Experten
An Bord des Militärtransporters befinden sich zwei Experten des „Groupe d’intervention chargé de missions humanitaires“ des CGDIS. Die Einsatzkräfte führen das Modul „Light Base Camp“ mit, das die Arbeit des UNDAC-Teams der Vereinten Nationen unterstützen soll. Zudem transportiert das Flugzeug Generatoren und Zelte aus dem luxemburgischen Bestand sowie belgisches Hilfsmaterial.
Die beiden Spezialisten aus dem Großherzogtum schließen sich laut Pressemitteilung den Experten an, die bereits am Freitag und Samstag in das Katastrophengebiet gereist waren. Von den vorab entsandten Einsatzkräften installieren zwei das Satellitenkommunikationssystem emergency.lu, womit die Telekommunikationsdienste in der Region wiederhergestellt werden sollen. Drei weitere Einsatzkräfte verstärken das europäische Zivilschutzteam. (dr)
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