Persischer Golf

Luxair-Evakuierungsflieger landet auf dem Flughafen von Muscat im Oman

Die Luxemburger Airline Luxair hat offenbar einen Evakuierungsflug gestartet, um Gestrandete aus der Konfliktregion am Persischen Golf zu holen.

Luxair-Boeing fliegt nach Oman zur Evakuierung gestrandeter Reisender während Krisensituation

Eine Luxair-Boeing ist im Oman gelandet, um dort gestrandete Reisende zu evakuieren Archivfoto: Editpress/Robert Spirinelli

Ein in Ägypten stationierter LuxAir-Flieger ist offenbar im Oman gelandet. Laut Daten des Portals Flightradar24 ist die luxemburgische Boeing 737 um 8.28 Uhr mitteleuropäischer Zeit im ägyptischen Hurghada gestartet und gegen 11.30 Uhr in der 2.500 Kilometer entfernten omanischen Hauptstadt Muscat gelandet.

Der Großteil der Reisenden muss aus dem Nachbarland, den Vereinigten Arabischen Emiraten mit den Metropolen Abu Dhabi und Dubai, evakuiert werden. Außenminister Xavier Bettel (DP) hat am Dienstag berichtet, dass allein dort 320 Luxemburger gestrandet sind, die sich über das LamA-System des Außenministeriums registriert hätten.

Mit dem Bus von Dubai nach Muscat

Laut Tageblatt-Informationen werden die Menschen von den Emiraten aus mit Bussen in den Oman gebracht. Die Reisezeit mit Grenzübertritt beträgt zwischen acht und neun Stunden. Vom Oman aus sollen die Reisenden am Mittwoch zuerst nach Hurghada geflogen werden, wo sie die Nacht verbringen. Am Donnerstag geht es dann weiter nach Luxemburg. Noch am Mittwoch soll ein anderer Evakuierungsflug in Richtung Oman aufbrechen, am Donnerstag folgt ein weiterer.

Bettel hatte am Dienstag in der Chamber erklärt, dass seine Behörde daran arbeite, eine Evakuierung zu organisieren. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs am vergangenen Samstag war der Luftraum rund um den persischen Golf gesperrt. Laut Bettel hatten sich neben den 320 Luxemburgern in den Vereinigten Arabischen Emiraten 29 im benachbarten Oman, 19 in Saudi-Arabien und 16 in Katar über das LamA-System registriert. Laut einer Pressemitteilung der Regierung von Dienstagabend sollen insgesamt 600 Reisende zurückgeholt werden.

Familien mit Kindern und Kranke zuerst

„Eine Prioritätenliste für die Rückführung wird nach objektiven Kriterien erstellt und den betroffenen Passagieren mitgeteilt, darunter insbesondere Familien mit Kindern und Personen mit nachgewiesenen Erkrankungen“, heißt es in der Mitteilung. Passagiere, die zuvor vom konsularischen Hilfsdienst des Außenministeriums kontaktiert wurden, könnten nachfolgende Flüge nutzen. Alle Betroffenen würden nach und nach vom konsularischen Hilfsdienst kontaktiert.

Bettel hatte am Dienstag erklärt, dass am wahrscheinlichsten ein Transport aus den Emiraten per Straße in den Oman organisiert würde. Von der Hauptstadt Muskat könnte dann ein Flugzeug in Richtung Europa starten. Bettel wies darauf hin, dass die Fahrt in den Oman fünf Stunden dauere, an der Grenze könnten zudem Wartezeiten von zwei bis fünf Stunden auftreten.

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