Belarus
Lukaschenkos Spezial-Operation: Flugzeugentführung nach Minsk
Um einen Oppositionsaktivisten in die Hände zu bekommen, veranlassten belarussische Behörden die Landung eines Passierflugzeugs auf ihrem Territorium. Nun drohen Konsequenzen von EU-Seite.
Erst am Abend traf die Passagiermaschine mit den erschöpften Passagieren in Vilnius ein Foto: AFP/Onliner.by
Nach der erzwungenen Landung einer Passagiermaschine in Minsk und der anschließenden Verhaftung des Bloggers Roman Protassewitsch drohen dem Regime von Alexander Lukaschenko neue internationale Strafmaßnahmen. Mehrere europäische Länder haben sich für neue Sanktionen ausgesprochen, darunter Polen und Litauen. Ratspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einer „Entführung“. US-Außenminister Anthony Blinken verlangte die Freilassung des verhafteten Bloggers. Auch Luxemburg hat den Vorfall verurteilt. Auf Twitter schrieb Außenminister Jean Asselborn: „Diese Tat ist inakzeptabel und verlangt eine internationale Untersuchung.“ Bei einem EU-Gipfel in Brüssel am Montagabend soll ein gemeinsames europäisches Vorgehen beraten werden.