14 Sekunden zwischen Trump und Xi

Warum ein Händedruck seit 3.000 Jahren Macht, Misstrauen und manchmal Krieg signalisiert

Ein Händedruck kann Bündnisse besiegeln, Dominanz demonstrieren oder offene Verachtung ausdrücken. Die Geschichte dieser Geste ist älter als die Demokratie – und politisch aktueller denn je.

Xi Jinping und Donald Trump beim Händedruck am 15. Mai in Peking, offizielle Begegnung, politische Führungskräfte

Blick gerade, die Hände weit nach vorne ausgestreckt, bald beginnt das Drücken: Xi Jinping und Donald Trump am 15. Mai in Peking Foto: dpa/Evan Vucci

Vergangene Woche vor der Großen Halle des Volkes in Peking: US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping schütteln einander 14 Sekunden lang die Hand. Wenige Tage später reichen sich Xi und Wladimir Putin die Hand – allerdings nur etwa halb so lange. Noch bevor die Kameras weggeschwenkt hatten, analysierte das Internet bereits Griffstärke, Körperhaltung und Dauer.

Was heute wie ein oberflächliches politisches Spiel wirkt, hat in Wahrheit eine jahrtausendealte Geschichte. Louise Pryke vom Institut für Klassische Altertumswissenschaften der Universität Sydney, hat sich intensiv mit der Geschichte des Händedrucks beschäftigt – und kommt in einem Aufsatz zu einem klaren Schluss: Diese Geste ist weniger harmlos, als sie wirkt.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren