Vor Parlamentswahlen
Italiens Linke versucht, sich zu finden
Während strahlende Führungskräfte der rechten Parteien schon an Details ihres künftigen Regierungsprogramms feilen, versuchen die angeschlagenen Mitte-links-Kräfte, sich überhaupt erst einmal zu organisieren. Widersprüche gibt es reichlich, Einigungen zu erzielen ist fast unmöglich.
Der ehemalige italienische Premierminister und derzeitige Chef der Demokratischen Partei, Enrico Letta, sucht nach Partnern für ein Wahlbündnis Foto: Eric Piermont/AFP/dpa
Die Umfragen italienischer Meinungsforschungsinstitute sind sich bis auf Kommastellen einig: Die führenden politischen Kräfte im Land werden derzeit von Mitte bis ganz rechts außen gestellt. Das Wahlbündnis aus der gemäßigten Forza Italia (FI), der rechten Lega sowie den ultrarechten Fratelli d’Italia (FdI) scheint fast nicht zu schlagen zu sein. Schon sieht sich Giorgia Meloni von der postfaschistischen FdI auf dem Sessel des Regierungschefs, während Matteo Salvini als Innenminister gern ins Viminale zurückkehren möchte. Und Silvio Berlusconi hofft als Königsmacher kurz vor seinem 86. Geburtstag, Präsident des Senats zu werden.