Analyse von Timothy Snyder

Der Selbstmord der USA als Supermacht

Es ist ein strategischer Selbstmord, der schwer einzugestehen ist: Man hofft immer noch, dass Trumps Fehlschläge auf einem gewissen Verständnis des nationalen Interesses der USA beruhen. Das tun sie nicht.

US-Präsident Donald Trump und Chinas Machthaber Xi Jinping bei Treffen in Peking letzte Woche

US-Präsident Donald Trump und Chinas Machthaber Xi Jinping vergangene Woche in Peking Foto: AFP/Evan Vucci

Die Vereinigten Staaten geben Milliarden von Dollar aus, um einen Krieg im Iran zu verlieren, der ihre Oligarchen bereichert, ihre Bürger verarmt, ihre Allianzen sabotiert und ihre Feinde stärkt. Der Krieg offenbart ein Leitprinzip der Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump: den Selbstmord der Supermacht. Imperien entstehen und vergehen, aber meines Wissens hat noch nie ein Staat absichtlich und systematisch seine eigene Macht zerstört – geschweige denn mit solcher Geschwindigkeit.

Dieser strategische Selbstmord ist schwer einzugestehen: Man hofft immer noch, dass Trumps Fehlschläge auf einem gewissen Verständnis des nationalen Interesses der USA beruhen. Das tun sie nicht.

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