Streit um Palästina-Politik

Irlands Star-Autorin stellt sich gegen Londons Verfolgung hunderter Aktivisten 

Die irische Bestsellerautorin Sally Rooney empört sich über die britische Regierung. Der Streit wirft ein Schlaglicht auf die unterschiedliche Betrachtung der Palästina-Politik beider Länder.

„Anti-Terror-Behörden von Weltrang“: Pro-palästinensischer Protest im Juli in London 

„Anti-Terror-Behörden von Weltrang“: Pro-palästinensischer Protest im Juli in London  Foto: AFP/Rhianna Chadwick

In den schwelenden Streit um die britische Gaza-Politik hat jetzt Irlands hellster Stern am Literaturhimmel eingegriffen. „Ich unterstütze Palestine Action“, schrieb Bestseller-Autorin Sally Rooney („Normale Menschen“, „Gespräche mit Freunden“) in einem Meinungsbeitrag für die seriöse Dubliner Irish Times. Weil das Londoner Parlament die winzige Aktivisten-Gruppe im Juli offiziell verboten hat, gehöre sie damit auf der Nachbarinsel wohl zu den „Unterstützern von Terrorismus“, höhnt die 34-Jährige und empört sich über die polizeiliche Verfolgung von Hunderten gewaltfreier Demonstranten: „Die britische Regierung hat ihren Bürgern fundamentale Freiheiten entzogen.“

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