Rohstoffe

In Schweden wurde Europas größtes Vorkommen an Seltenen Erden entdeckt

Im Norden Schwedens ist dem staatlichen Bergbauunternehmen LKAB zufolge das größte Vorkommen Seltener Erden in Europa entdeckt worden.

Illustrationsbild: In Schweden dürfte es noch mindestens zehn bis 15 Jahre dauern, bis mit der Förderung begonnen werden kann

Illustrationsbild: In Schweden dürfte es noch mindestens zehn bis 15 Jahre dauern, bis mit der Förderung begonnen werden kann Foto: AP/Andre Penner

Insgesamt handele es sich um mehr als eine Million Tonnen der unter anderem für Elektroautos und andere High-Tech-Produkte benötigten Rohstoffe, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Auch wenn Seltene Erden weltweit viel häufiger vorkommen als es der Name vermuten lässt, so ist ihre Förderung aufwendig und derzeit fest in chinesischer Hand. Gleichzeitig steigt mit dem Umbau zu einer weniger CO2-intensiven Wirtschaft die Nachfrage. Europa hat sich auf die Fahne geschrieben, die Abhängigkeit von Lieferungen aus der Volksrepublik verringern.

„Das sind gute Nachrichten, nicht nur für LKAB, die Region und das schwedische Volk, sondern auch für Europa und das Klima“, sagte LKAB-Chef Jan Mostrom. Es könnte sich um einen signifikanten Baustein zur Produktion der Rohstoffe handeln, die für den Kampf gegen den Klimawandel benötigt würden. Doch der Weg bis zur Ausbeutung der Lagerstätte in Schweden ist lang. LKAB will zwar bereits in diesem Jahr einen Antrag auf eine Abbaukonzession einzureichen. Dennoch dürfte es noch mindestens zehn bis 15 Jahre dauern, bis LKAB mit der Förderung beginnen könne.

Seltene Erden werden derzeit nicht in Europa gefördert, sondern stammen zum überwiegenden Teil aus China. „Elektrifizierung, die Selbstversorgung Europas und Unabhängigkeit von Russland und China beginnen in dem Bergwerk“, sagte die zuständige Ministerin Ebba Busch.

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