„Kein Stellvertreterkrieg mehr“

In Libyen intervenieren die Türkei, Russland und die Emirate längst direkt – Ägypten könnte nun folgen

In Libyen rüsten die Türkei und Russland beide Kriegsparteien hoch. Nun greift auch Ägypten ein. Auf die Appelle der Europäer hört längst keiner mehr. Im Wüstenstaat vor Europas Toren droht jetzt die Eskalation.

Mal ist es wie hier eine von den Amerikanern ertappte russische MiG-29, mal sind es Drohnen und Raketenwerfer aus der Türkei oder anderes Kriegsgerät aus den Emiraten, der Krieg in Libyen wird inzwischen vom Ausland geführt, inklusive syrischer Kämpfer und russischer Privatarmeen

Mal ist es wie hier eine von den Amerikanern ertappte russische MiG-29, mal sind es Drohnen und Raketenwerfer aus der Türkei oder anderes Kriegsgerät aus den Emiraten, der Krieg in Libyen wird inzwischen vom Ausland geführt, inklusive syrischer Kämpfer und russischer Privatarmeen Foto: AFP/US Africom

Als an der ägyptischen Westgrenze zu Libyen vor wenigen Tagen Panzer auffuhren, erweckte dies den Eindruck, als ob nun ein weiteres Land direkt in den Bürgerkrieg in dem nordafrikanischen Land eingreifen könnte. „Denn wir haben schon lange keinen Stellvertreterkrieg mehr in Libyen“, sagte der Libyen-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Wolfram Lacher, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. „Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und die Türkei intervenieren direkt.“

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