Sudan

Hungerkatastrophe: „Die Flüchtlinge essen auch Blätter oder Gras“

Der Bürgerkrieg im Sudan hat die schwerste Hungerkatastrophe weltweit ausgelöst. Hunderttausende Menschen sind sogar akut vom Hungertod bedroht. Die Mitarbeiterin des Welternährungsprogramms, Leni Kinzli, schildert die verheerende Lage und hat dennoch Hoffnung.

Mehr als anderthalb Jahre nach dem zermürbenden Krieg zwischen den rivalisierenden Generälen des Sudan ist das Gesundheitssystem des Landes nun fast zusammengebrochen

Mehr als anderthalb Jahre nach dem zermürbenden Krieg zwischen den rivalisierenden Generälen des Sudan ist das Gesundheitssystem des Landes nun fast zusammengebrochen Foto: AFP

Wie gefährlich die Lage im Sudan auch für humanitäre Helfer ist, wurde erst kurz vor Weihnachten wieder deutlich: Bei einem Luftangriff auf eine Einsatzzentrale des UN-Welternährungsprogramms (WFP) wurden drei Mitarbeiter getötet. Ein WFP-Sprecher sagte unserer Redaktion, „trotz dieses unbegreiflichen Angriffs setzen wir unsere Arbeit fort und haben gerade erstmals seit Beginn des Konflikts die Hauptstadt Khartum mit einem Hilfskonvoi erreicht. Solche Erfolge sind ohne den Mut und die Widerstandskraft humanitärer Helferinnen und Helfer nicht möglich“. Er betonte zugleich: „Als humanitäre Helferinnen und Helfer dürfen wir niemals Ziel sein.“ Die Hungersnot und das Leiden der Menschen vor Ort schildert WFP-Mitarbeiterin Leni Kinzli, die regelmäßig im Sudan im Einsatz ist.

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