Nahost-Konflikt
Heftige Kämpfe im Gazastreifen vor neuen Verhandlungen über Waffenruhe und Geiseln
Ungeachtet neuer Verhandlungsbemühungen um eine Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln im Gazastreifen geht Israel weiter unvermindert gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen vor. Die israelische Armee setzte nach eigenen Angaben ihre „Anti-Terror-Einsätze“ gegen Ziele der Hamas und des Islamischen Dschihad in der Stadt Gaza am Dienstag fort. Unterdessen traf CIA-Chef William Burns zu neuen Gesprächen in Ägypten ein. UN-Experten warfen Israel eine „gezielte Hungerkampagne“ vor.
Die palästinensischen Kinder Uday (l.) und Mohammed Mahra, die beide an Unterernährung leiden, ruhen neben ihrer Mutter im Kamal-Adwan-Krankenhaus. UN-Rechtsexperten beschuldigten Israel, eine „gezielte Hungerkampagne“ zu führen, die zum Tod von Kindern im Gazastreifen geführt hat. Foto: AFP
Bisher seien bei dem Einsatz in der Stadt Gaza Dutzende „Terroristen“ getötet und zahlreiche Waffen lokalisiert worden, erklärte die israelische Armee. Die Bevölkerung solle zunächst in den Westen und dann in den Süden flüchten, hieß es weiter. Bewohner von Gaza berichteten von nächtlichen „Explosionen und zahlreichen Feuergefechten“ sowie von Hubschrauberangriffen auf südwestliche Stadtteile. Nach Angaben des bewaffneten Arms der Hamas waren die Kämpfe „die heftigsten seit Monaten“.