Luxemburg
Grenzüberschreitender Urnengang: Warum manche bei der Europawahl im Ausland mitbestimmten
Wähle ich die potenziellen Abgeordneten aus Luxemburg oder doch die aus einem anderen Land – eine Frage, die sich einige Menschen ausländischer Nationalität vor der diesjährigen Europawahl stellen mussten. Was ihre Überlegungen dabei waren, zeigen Gespräche mit Betroffenen am Wahltag in Luxemburg-Stadt.
In elf Wahlbüros in der Luxexpo auf Kirchberg gaben französische Staatsangehörige am Sonntag ihre Stimme ab, wenn sie sich nicht für die Wahl der Abgeordneten aus Luxemburg entschieden Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Am Sonntag wählten Menschen im Großherzogtum nicht ausschließlich die Abgeordneten für Luxemburg im Europäischen Parlament. Manche von ihnen, nämlich Angehörige anderer Nationalitäten, gaben ihre Stimmen für die politischen Verantwortlichen ab, die ihr Herkunftsland im Parlament vertreten sollen. Während im Ausland lebende Deutsche ausschließlich per Briefwahl an der Europawahl teilnahmen, konnten in Luxemburg lebende Menschen aus Belgien bereits am Mittwoch gesammelt in einem Wahllokal in Hesperingen ihre Stimmen abgeben und Personen italienischer Staatsangehörigkeit schon am Freitag und Samstag wählen. Das portugiesische Generalkonsulat im hauptstädtischen Viertel Merl war dagegen erst am Sonntag geöffnet.