Luftverkehr
Erneut Bombendrohungen gegen Passagierflüge in Prag
Erst am Donnerstag gab es ähnliche Drohungen, nun sind erneut Passagierflüge in Prag betroffen. Sprengstoffspezialisten rückten aus. Die Ermittler stehen vor offenen Fragen.
Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Aer Lingus ist am Donnerstag auf dem Militärflugplatz Évreux zu sehen, nachdem ein Flug von Dublin nach Rom aufgrund von Berichten über Bombendrohungen gegen mehrere Flüge in ganz Europa nach Frankreich umgeleitet worden war Foto: Thomas Padilla/AP/dpa
In Prag haben erneut Bombendrohungen gegen Passagierflüge die Sicherheitskräfte beschäftigt. Betroffen sei eine größere Zahl an ankommenden und abfliegenden Flugzeugen, teilte die Polizei bei X mit. Man habe die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Sie hätten „minimale Auswirkungen“ auf den normalen Betrieb des internationalen Flughafens der tschechischen Hauptstadt.
Nach Angaben einer Flughafensprecherin richteten sich die Drohungen gegen neun Flüge. Medien berichteten, dass betroffene Maschinen in solchen Fällen noch auf dem Rollfeld überprüft würden. Dazu sei unter anderem ein mobiles Röntgengerät des Zolls im Einsatz.
Später teilte die Polizei mit, dass die Sprengstoff-Kontrollen negativ ausgefallen seien. Bereits am Donnerstag hatten Durchsuchungen nach ähnlichen Vorfällen nichts ergeben. Für zusätzliche Komplikationen im Flugbetrieb sorgte am Prager Vaclav-Havel-Flughafen zeitweise starker Nebel mit geringer Sicht.
Droh-E-Mails als Auslöser
Die tschechische Polizeieinheit für den Kampf gegen Extremismus, Terrorismus und Cyberkriminalität hat die Ermittlungen übernommen. Die Relevanz der Drohungen wurde als niedrig eingestuft. Zu den möglichen Hintergründen war nichts Offizielles bekannt. Die Zeitung „Pravo“ berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass ein Krisenmanager des Flughafens die Drohungen mit Sprengsätzen per E-Mail erhalten hatte.
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