Hongkong

Erinnerung unter erzwungenen Bedingungen

Zehntausende Menschen in Hongkong haben mit Kerzen an die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz vor 31 Jahren erinnert. In der ganzen Stadt zündeten sie zum Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag Kerzen an, unter anderem im Victoria-Park, dem Ort der traditionellen Mahnwache. Diese war erstmals von den Behörden untersagt worden. Sie begründeten das Verbot mit den Corona-Risiken, doch die Organisatoren hielten das für einen Vorwand.

Nur Kerzen und Ärger: Die Mahnwache wurde mit Verweis auf die Corona-Beschränkungen untersagt – viele halten das für einen Vorwand

Nur Kerzen und Ärger: Die Mahnwache wurde mit Verweis auf die Corona-Beschränkungen untersagt – viele halten das für einen Vorwand Foto: AFP/Anthony Wallace

Kleinere Mahnwachen gab es in vielen Stadtteilen, in Kirchen und Einkaufszentren, wie AFP-Reporter berichteten. Tausende Menschen trotzten zudem dem Verbot und überwanden die Sperren zum Victoria-Park. Unter ihnen waren auch prominente Aktivisten der Demokratiebewegung, die seit Monaten gegen eine Aushöhlung von Hongkongs Sonderrechten durch Peking kämpfen.

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