Türkei

Erdogans Islamismus-Masterplan: Mehr Geld und Personal für Auslandsaktivitäten der Religionsbehörde

Mit mehr Geld und Personal intensiviert die Türkei eine Missionierungsoffensive, die auch und vor allem Europa im Fokus hat. Das geht aus einem dem Tageblatt vorliegenden Fünfjahresplan der türkischen Religionsbehörde Diyanet hervor. Nationalen Muslimverbänden ordnet er eine zentrale Rolle zu. In Deutschland regt sich Protest.

Der Chef der türkischen Religionsbehörde, Ali Erbas (l.), zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (M.) während der Eröffnungsfeier einer Moschee im vergangenen Jahr

Der Chef der türkischen Religionsbehörde, Ali Erbas (l.), zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (M.) während der Eröffnungsfeier einer Moschee im vergangenen Jahr Foto: Imago/ZUMA Wire

„Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“ — 1997 ging Recep Tayyip Erdogan fürs Rezitieren dieses Gedichtes für zehn Monate wegen Verhetzung ins Gefängnis und verlor sein Amt als Istanbuler Bürgermeister. Mittlerweile arbeitet er als Staatschef an der Realisierung seiner Vision. Und die beschränkt sich nicht auf die Türkei. Sein Werkzeug: die ihm direkt unterstellte Religionsbehörde und deren Chef Ali Erbas.

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