Serbien

Ein Jahr nach zwei Amokläufen tritt der Kampf gegen die Gewalt auf der Stelle

Vor einem Jahr wurde Serbien durch zwei blutige Amokläufe erschüttert. Trotz einer monatelangen Protestwelle gegen die Gewalt scheint der Balkanstaat kaum Lehren aus dem Blutvergießen gezogen zu haben.

An der Vladislav-Ribnikar-Schule in Belgrad haben sich Familienangehörige und Freunde zum Gedenken an die Opfer versammelt

An der Vladislav-Ribnikar-Schule in Belgrad haben sich Familienangehörige und Freunde zum Gedenken an die Opfer versammelt Foto: AFP/Oliver Bunic

Unablässig rieselte der Regen an dem tristen Jahrestag auf die Schirme der bedrückten Trauergäste. Um 8:43 Uhr heulte am Freitagmorgen vor der Belgrader Vladislav-Ribnikar-Schule eine Sirene. Nur vereinzelt waren leise Schluchzer zu hören: Still gedachten Hunderte von Schülern, Eltern und Lehrern vor dem zur Gedenkstätte umfunktionierten Schuleingang der zehn Todesopfer einer Bluttat, die Serbien nachhaltig, aber erstaunlich folgenlos erschüttert hat.

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