Antarktis
Ein Hitzerekord, der Kollaps eines Eisschelfs so groß wie Rom – wie schnell steigt der Meeresspiegel?
Im März häuften sich die Nachrichten aus der Antarktis: ein Hitzerekord, der Kollaps eines Eisschelfs so groß wie Rom ... Die Meldungen sind Vorboten dessen, was in den kommenden Jahrzehnten deutlich häufiger werden könnte. Vor allem ein bereits angeschlagener Gletscher könnte den Meeresspiegel um mehrere Meter ansteigen lassen.
Seit 1900 sind die Meere weltweit um rund 20 Zentimeter gestiegen, doch der Anstieg beschleunigt sich immer mehr: Ein Viertel davon ist seit 2006 passiert Foto: Unsplash/Jay Ruzesky
Als das Conger-Eisschelf, ein antarktisches Eisschelf so groß wie Rom, im März einstürzte, war die Wissenschaftsgemeinschaft schockiert. Noch nie zuvor war ein Eisschelf in der Ostantarktis kollabiert. Der Kollaps fiel mit einer „Hitzewelle“ zusammen, während derer die Temperaturen teilweise um bis zu 40 Grad Celsius über dem Normalwert lagen. „Teilweise wurden Temperaturen von minus zwölf Grad gemessen“, sagte Zoë Thomas, eine Antarktis-Expertin der University of New South Wales in Sydney. „Das ist ganz klar eine Anomalie für die Region.“ Normalerweise sollten die Temperaturen eher bei minus 50 Grad liegen.