Europa gegen Corona
EU-Staats- und Regierungschefs einigen sich auf Gipfeltreffen über Wiederaufbaufonds
Die EU-Staats- und Regierungschefs wurden sich gestern bei ihrer Videokonferenz im Grundsatz darüber einig, einen Wiederaufbaufonds einzurichten, um die durch die Corona-Pandemie verursachte Wirtschaftskrise zu überwinden. Zu mehr reichte es allerdings nicht.
Symbolbild: Ian Langsdon/EPA POOL/AP/dpa
Der EU-Ratspräsident Charles Michel und die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatten nur wenig Konkretes von der mittlerweile vierten Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs zu berichten. Charles Michel sprach davon, dass die 27 „einen starken Willen, um gemeinsam voranzugehen“ an den Tag gelegt hätten und dass „ein Gefühl der Dringlichkeit“ geherrscht habe. Wie es mit der von vielen geforderten dringenden Wirtschaftshilfe weitergehen soll, darum wird sich nun vorerst die EU-Kommission kümmern müssen. Sie erhielt den Auftrag, festzustellen, wie hoch der Finanzbedarf in der EU ist, um dem durch die Corona-Krise verursachten wirtschaftlichen Schaden entgegenzuwirken. Dabei sollten sowohl die am meisten betroffenen Mitgliedstaaten als auch Wirtschaftssektoren berücksichtigt werden.