Demonstration in Belgrad

Serbiens autoritär gestrickter Präsident Vucic gerät zunehmend unter Druck

Die Belgrader Großdemonstration hat Serbiens Präsidenten Aleksandar Vucic erneut aufgezeigt, dass er den Unmut über Korruption und Vetternwirtschaft kaum mehr aussitzen kann. Egal, wann er Neuwahlen ausschreibt: Seine diskreditierte SNS dürfte Mühe haben, sich zu behaupten.

Serbischer Präsident Aleksandar Vučić trifft chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei offiziellem Besuch in Peking

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic (r.) zu Gast beim chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking Foto: Tingshu Wang/dpa

Serbiens Studenten hatten gerufen. Und überraschend viele waren gekommen. Auch die stillgelegten Züge der Serbischen Eisenbahnen vermochten den Protestdrang in die Hauptstadt am Wochenende nicht zu stoppen. Ein unübersehbares Menschenmeer drängte sich am Belgrader Slavija-Platz bis weit in die völlig überfüllten Seitenstraßen.

Die fast ein Jahr währenden Studentenblockaden der Universitäten sind vorbei. Doch die Wut und der Unmut über Korruption und Vetternwirtschaft sind in Serbien auch eineinhalb Jahre nach der vermeidbaren Trümmerkatastrophe von Novi Sad keineswegs verraucht: Beim Einsturz des Vordachs des erst kurz zuvor renovierten Bahnhofs der Stadt hatten im November 2024 16 Menschen ihr Leben verloren.

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