Kommentar

Das ZDF und Danger Dan: Eine Absage, viele offene Fragen

Danger Dan polarisiert mit seinem neuen Song „Keine Angst“. Der Text ist tatsächlich provokant und streitbar. Dass das ZDF den geplanten Auftritt in der „Anstalt“ abgesagt hat, wirft dennoch Fragen auf.

Ist er von der Kunstfreiheit gedeckt? Rapper Danger Dan, hier bei einem Festivalauftritt.

Ist er von der Kunstfreiheit gedeckt? Rapper Danger Dan, hier bei einem Festivalauftritt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Endet für das ZDF die Kunstfreiheit bei Danger Dan? Der Sender hat dem Musiker jedenfalls untersagt, sein neues Lied in der Satiresendung „Die Anstalt“ zu spielen. Die Begründung: Der Liedtext könne „als Aufruf zu Gewalt verstanden werden“. Die Entscheidung hat eine Debatte ausgelöst – und zu Recht Fragen aufgeworfen.

Zu den Fakten: Danger Dan bietet in „Keine Angst“ eine Art Anleitung zum Kampf gegen Nazis. „Wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionieren“, heißt es dort. Am Ende schickt er „liebe Grüße“ – auch an eine Lina. Damit dürfte er die mutmaßliche Linksextremistin Lina E. meinen. Sie wurde 2023 wegen Angriffen auf Rechtsextreme verurteilt. Wie heikel dieser Text ist, weiß Danger Dan selbst. „Juristisch ist mal wieder die Grauzone geschrammt“, heißt es noch im Lied.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Lage im Überblick

Vermittler wollen neue Waffenruhe im Iran-Krieg