Bundespolizei schlägt Alarm
„Beamte stehen mit Eimern unter tropfenden Decken“
Marode Toiletten, Schimmel, überalterte Unterkünfte: Die Arbeitsbedingungen bei der deutschen Bundespolizei sind laut Gewerkschaft „nicht mehr hinnehmbar“. Jede dritte Dienstelle ist demnach marode. Gefordert sei Innenminister Alexander Dobrindt.
Der deutsche Bundesinnenminister Dobrindt verlangt ihnen viel ab: Bundespolizisten im Einsatz Foto: Marijan Murat/dpa
Die anhaltenden Grenzkontrollen, neue Drohnenabwehreinheiten, mehr Einsätze an Bahnhöfen und bei Großveranstaltungen: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verlangt der Bundespolizei derzeit einiges ab. Jetzt schlägt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Alarm. Nach ihrer Einschätzung ist der Zustand vieler Gebäude und Dienststellen „nicht mehr hinnehmbar“.
Von maroden Toiletten und Schimmel bis zu überfüllten Wachen, veralteten Unterkünften und Container-Provisorien, die teils seit Jahren stehen, die Liste der Probleme ist lang. „Man kann klar sagen, dass so gut wie jede dritte Dienststelle erhebliche Mängel hat oder marode ist“, sagt Andreas Roßkopf, GdP-Chef für Bundespolizei und Zoll. Oft fehlten zeitgemäße Sozialräume, ausreichend Umkleiden und eine funktionierende Infrastruktur. „Gleichzeitig steigt die Belastung durch zusätzliche Aufgaben – doch die Gebäude halten mit dieser Entwicklung nicht Schritt.“