Italien

Die Mafia profitiert von Corona: Clans arbeiten als „Banken“ und erweitern ihren Einfluss

Die italienischen Mafien profitieren offensichtlich von der Corona-Krise. Unternehmen, die wegen der restriktiven Maßnahmen und unterbrochener Handelsketten in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen, werden von liquiden Clans aufgekauft oder mit illegalen Krediten in Abhängigkeit gebracht. 28 Jahre nach den Mordanschlägen gegen Giovanni Falcone und Paolo Borsellino zeigen sich Anti-Mafia-Ermittler zunehmend besorgt.

Nicht nur der Tourismus liegt brach, sondern weite Teile von Italiens Wirtschaft – die Mafia-Clans nutzen die Situation aus

Nicht nur der Tourismus liegt brach, sondern weite Teile von Italiens Wirtschaft – die Mafia-Clans nutzen die Situation aus Foto: AFP/Andreas Solaro

„Folgen Sie der Spur des Geldes“ – dieser Satz aus dem Politdrama von 1976 um die Watergate-Affäre war auch häufiges Motto des Anti-Mafia-Richters Giovanni Falcone. Am 23. Mai jährte sich zum 28. Mal der Tag des Bombenanschlags von Capaci, knapp zwei Monate später erlag sein Freund und Kollege Paolo Borsellino einem weiteren Attentat. Bis heute sind beide Fälle nicht vollständig aufgeklärt.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

L’histoire du temps présent

La guerre de mille ans entre Occident et Iran