Israel
„Die Angst ist schwer zu beschreiben“: Eine Studentin aus Luxemburg erlebt die Raketenangriffe
Studenten unterbrechen ihren Zoomcall mit den Freunden daheim meist aus unwichtigeren Gründen als einem Raketenalarm. Doch die Luxemburgerin Emilie Wildschutz studiert in Israel, unweit von Tel Aviv. Und so sind einige ihrer Bekannten an ihren Laptops vom Großherzogtum aus live dabei, als Emilie am Mittwochabend die Panik ins Gesicht schießt.
Blick über die Stadt in friedlicheren Zeiten: Emilie Wildschutz studiert seit vergangenem Oktober in Israel – und steckt jetzt mitten in dem aufgeflammten Konflikt Foto: privat
Es wurde auch Emilie Wildschutz eingebläut, seit sie im vergangenen Oktober mit ihrem Master in Genetik am Weizmann Institute of Science begonnen hat: Wenn die Sirene aufheult, hast du 90 Sekunden bis zum nächsten Schutzraum. „Man weiß, dass es plus, minus okay ist, die Wahrscheinlichkeit gering bleibt, tatsächlich getroffen zu werden“, sagt Emilie, „aber die Angst, die durch den Körper fährt, wenn der Alarm losgeht, ist schwer zu beschreiben.“ Emilie nennt sie dann „Panikangst“. Ihren israelischen Freundinnen gehe es dabei nicht besser, sagt Emilie, obwohl sie die Erfahrung kennen. Offenbar lässt sich gegen Bomben keine Gewöhnung aneignen.