EU-Parlament

Die Abgeordnete Tilly Metz ringt mit einem Konservativen um neue Regeln für Tiertransporte

Seit rund einem Jahr tagt das aus den Wahlen im Juni vorigen Jahres hervorgegangene Europäische Parlament (EP). Gelegenheit, mit den luxemburgischen EP-Abgeordneten eine erste Bilanz ihrer bisherigen Arbeit zu ziehen: Ein Gespräch mit der Grünen-Abgeordneten Tilly Metz.

Die EU-Parlamentarierin der Grünen, Tilly Metz, hat sich unter anderem dem Kampf für das Tierwohl verschrieben

Die EU-Parlamentarierin der Grünen, Tilly Metz, hat sich unter anderem dem Kampf für das Tierwohl verschrieben Fotos: Editpress/Julien Garroy, Zhang Cheng; Collage: Tageblatt/Grafik

„Es tut sich was in meinen Arbeitsbereichen“, sagt Tilly Metz und legt gleich los mit einem ihrer bevorzugten Themen, dem Tierwohl. Genauer, den Tiertransporten, die in der EU neu geregelt werden. Im Dezember 2023 hatte die EU-Kommission dazu ihre Vorschläge vorgelegt. Seitdem versucht die Grünen-Abgeordnete gemeinsam mit dem rumänischen EVP-Abgeordneten Daniel Buda, Lösungen zu finden. Was offenbar nicht so einfach ist. „Gegensätzlicher als wir beide geht nicht“, beschreibt Metz das Verhältnis zwischen den beiden Berichterstattern für den Gesetzesentwurf. Und beide haben ihre Vorstellungen: Der konservative Rumäne ist bereits in der dritten Legislaturperiode im Agrar-Ausschuss des EU-Parlaments vertreten. Tilly Metz ihrerseits leitete in der vorigen Legislaturperiode einen Untersuchungsausschuss zu Tiertransporten und hatte dazu einen Bericht verfasst, der sich auf eine Vielzahl von Gesprächen mit Akteuren aus der Branche, Besuchen in Häfen und Flughäfen, an denen Tiere die EU verlassen, und andere Ortsbesuche mehr basierte.

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