Meinung

Deutsche Regierung will Probleme in der Fleischbranche bekämpfen

Offenbar brauchte es eine welterschütternde Virus-Pandemie, um politisch zu begreifen, welche Schweinereien sich tagtäglich in vielen deutschen Schlachtbetrieben abspielen. Doch besser spät als nie.

Aktivisten von Greenpeace demonstrieren mit Plakaten vor dem Bundeskanzleramt gegen die Fleischindustrie.

Aktivisten von Greenpeace demonstrieren mit Plakaten vor dem Bundeskanzleramt gegen die Fleischindustrie. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Eingedenk der sich häufenden Infektionen osteuropäischer Vertragsarbeiter an ihren Arbeitsplätzen oder Sammelwohnorten ist die Bundesregierung endlich aufgewacht, soll die Branche stärker an die Kandare genommen werden. Der Aufschrei aus dem Arbeitgeberlager kam prompt. Doch es geht eben nicht nur um einige wenige schwarze Schafe, wie man dort immer noch glauben will. Das Grundproblem ist ein Geschäftsmodell, das auf Billigfleisch um jeden Preis getrimmt ist. Sogar um den Preis der Menschenverachtung. Deshalb gehört es abgeschafft.

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