Absurdes Gesetz

Der russische Champagner-Etikettenschwindel

Künftig gehen nur noch einheimische Weinerzeugnisse als Champagner durch. Französische Produzenten drohten kurz mit Lieferstopp.

Die russische Elite wird wohl kaum bei dem vom Kreml verordneten Etikettenschwindel mitmachen

Die russische Elite wird wohl kaum bei dem vom Kreml verordneten Etikettenschwindel mitmachen Foto: AFP/Alexander Nemenov

Einige Erzeugnisse des Weinhauses Abrau-Durso führten schon bisher selbstbewusst den Begriff „Russischer Champagner“ auf ihren Etiketten. Denn mehrere der hochwertigeren Schaumweine aus der Kellerei an der russischen Schwarzmeerküste werden nach der Champagner-Methode hergestellt. Doch selbst in russischen Supermarktregalen konnte man billigen Sprudel finden, der großspurig den Titel „Schampanskoje“ trug. Dass „Champagner“ eigentlich seit langem eine geschützte Ursprungsbezeichnung ist, die eine geografische Region, bestimmte Reben und einen spezifischen Herstellungsprozess bedingt, kümmerte die russischen Kellereien also schon bisher nicht allzu sehr.

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