Medienbericht

Claude Turmes will nicht bei den Europawahlen kandidieren 

Energieminister Claude Turmes wird nicht bei den Europawahlen antreten und sich nach Übergabe seiner Regierungsgeschäfte eine dreimonatige Auszeit gönnen. Der Grünenpolitiker lobt die Luxemburger für ihr Einsparen bei der Energie – erinnert dennoch an die EU-Obligation, die es weiterhin zu beachten gilt. 

Claude Turmes bei der Tageblatt-„Table ronde“ im Vorfeld der Chamberwahlen

Claude Turmes bei der Tageblatt-„Table ronde“ im Vorfeld der Chamberwahlen Foto: Editpress/Alain Rischard

Claude Turmes („déi gréng“) wird nicht bei den Europawahlen kandidieren. Das erklärte der Energieminister am Morgen im RTL-Gespräch. Sein Regierungsmandat gelte noch bis Dezember, danach werde er sich eine dreimonatige Auszeit nehmen und die vergangenen Monate sacken lassen. „Ich mache eine kleine Ruhepause und dann schaue ich weiter“, sagt der Grünenpolitiker. 

In Sachen Energiekrise habe sich die Situation in Luxemburg beruhigt. Im vergangenen Jahr steckte die EU hingegen in einer tiefen Energiekrise, importierte 40 Prozent des verbrauchen Erdgases aus Russland. „Wir haben es geschafft, dies auf quasi fünf Prozent zu senken“, sagt Turmes.

Die Gasspeicher in der EU seien derzeit zu 98 Prozent gefüllt. Das sei eine „immense Sicherheitsreserve für diesen Winter“, erklärt Turmes. Aber: Noch immer müsse in Europa kollektiv gespart werden. Das Sparziel liege bei 15 Prozent, tatsächlich eingespart wurden aber mehr als 20 Prozent. In Luxemburg wurden beim Sparen die Hausaufgaben „gut gemacht“, lobt der Minister. Auch Kapazitäten für den Import von Flüssiggas nach Europa seien inzwischen da, „daher sind wir für diesen Winter besser ausgestattet, als noch im vergangenen Winter“, sagt Turmes. 

Die Spar-Obligation bestehe aber noch immer, so Turmes. Daher könne nicht behauptet werden, „es sei alles in Butter“. Bürger und Industrie hätten im vergangenen Jahr Energie eingespart, schlechter liefen die Sparmaßnahmen bei Bürogebäuden. In den kommenden Wochen soll es Weiterbildungen geben, damit in diesem Jahr auch an dieser Stelle weniger verbraucht wird. Diese Gebäude machen laut Turmes „einen großen Teil des Gasverbrauchs aus“. 

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland

Union und SPD ringen um Spritpreis-Entlastung – und um ihre Zukunft

Iran-Krieg

Trump kündigt Seeblockade der Straße von Hormus an