Deutschland

Union und SPD ringen um Spritpreis-Entlastung – und um ihre Zukunft

Die Spitzen von Union und SPD diskutieren in einer Villa am Tegeler See seit Samstagfrüh über Kompromisse bei Spritpreis-Entlastungen, Sozialreformen und Haushaltslöcher. Für Kanzler Merz geht es nach nur einem Jahr schon um den Fortbestand seiner Koalition.

Bundeskanzler Merz ermahnt Wirtschaftsministerin Reiche zur Zurückhaltung in der Debatte um steigende Spritpreise

Rüge vom Chef: Bundeskanzler Merz (l.) mahnt Wirtschaftsministerin Reiche zur Zurückhaltung in der Spritpreis-Debatte Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

„Nochmal durchatmen. Heute wichtiger Tag in Berlin“, schrieb Markus Söder (CSU) unter ein Foto auf Instagram, das ihn am Sonntagmorgen am Ufer des Tegeler Sees zeigt. Dort steht auch die Villa Borsig, die als Gästehaus des Auswärtigen Amtes dient. Hier im Nordwesten Berlins haben sich die Spitzenvertreter der schwarz-roten Koalition seit Samstagfrüh verschanzt, Journalisten kommen nicht auf das abgezäunte, geschützte Gelände.

Bis in die Nacht sprachen zunächst nur die Parteichefs Friedrich Merz (CDU), Söder (CSU), Bärbel Bas und Lars Klingbeil (beide SPD) miteinander über Kompromisse im Streit über Entlastungen von den hohen Spritpreisen, über die eigentlich wichtigeren Reformen in der Sozialversicherung und den defizitären Bundeshaushalt. Sonntagmorgen kamen dann SPD-Fraktionschef Matthias Miersch, sein Pendant von der Union, Jens Spahn, und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hinzu. Ob und wann die Runde zu Ergebnissen kommen würde, blieb am Sonntag zunächst offen.

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