Eurogruppe
Bis zum 12. Juli muss ein neuer Vorsitzender gefunden werden
Die Eurogruppe braucht einen neuen Chef. Der Portugiese Mario Centeno, der den mächtigen Club der 19 Finanzminister der Eurozone bisher führte, will nicht weitermachen. „Mein Mandat endet am 12. Juli. Von diesem Tag an wird es einen neuen Präsidenten der Eurogruppe geben“, sagte Centeno am gestrigen Donnerstag vor einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen in Brüssel.
Der Portugiese Mario Centeno tritt als Finanzminister und damit auch als Chef der Eurogruppe zurück Foto: AFP/Patricia de Melo Moreira
Als mögliche Nachfolger werden die spanische Finanzministerin Nadia Calviño, der Luxemburger Pierre Gramegna und der Ire Paschal Donohoe gehandelt. Allerdings würden es viele in Brüssel lieber sehen, wenn die Gruppe künftig nicht mehr in „Teilzeit“ von einem nationalen Politiker, sondern von einem hauptamtlichen Präsidenten geführt würde. „Diese Position verdient einen europäischen Vollzeit-Vorsitzenden“, erklärte der grüne Finanzexperte Sven Giegold. Die Eurozone brauche eine echte gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik, meint der Europaabgeordnete. Centenos Abtritt wäre eine gute Gelegenheit, diese oft angemahnte Reform einzuleiten.