Europaweit
Autozulieferer Schaeffler streicht 3460 Stellen und schließt fünf Standorte
Der Autozulieferer Schaeffler plant ein weiteres Sparprogramm, das mit einem umfangreichen Stellenabbau verbunden ist.
ARCHIV - 07.09.2025, Bayern, München: Der Mercedes-Benz GLC steht bei der Weltpremiere vor Beginn der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA Mobility 2025) auf der Bühne. (zu dpa: „Mercedes macht nach schwachem Vorjahresquartal mehr Gewinn“) Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Sven Hoppe/dpa
Der Autozulieferer Schaeffler hat ein weiteres Sparprogramm mit massiven Einschnitten bei der Beschäftigung angekündigt. In Europa sollen 3460 Stellen gestrichen und fünf Standorte „perspektivisch“ geschlossen werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
2660 der Stellen und vier der Standorte entfallen demnach auf Deutschland. Betroffen sind die Werke in Dortmund mit 430 Beschäftigten, in Morbach mit 160 Mitarbeitenden, in Berlin mit 270 Beschäftigten und in Schwalbach mit 385 Beschäftigten. Weitere „Anpassungen“ und teils Einstellungen von Geschäftsaktivitäten betreffen verschiedene weitere Standorte, etwa in Höchstadt, Erlangen und Schweinfurt.
Ebenfalls geplant sind Verkleinerungen der Standorte in Hagenau und Toulouse in Frankreich sowie in Skalica und Kysuce in der Slowakei. Der Standort Herstal in Belgien mit 15 Mitarbeitenden wird geschlossen.
Schaeffler verweist auf „das anhaltend herausfordernde Umfeld im Automobilgeschäft“ und die „abgeschwächte Nachfrage im Geschäft mit Verbrennerfahrzeugen“. Bei E-Autos nennt das Unternehmen den „verzögerten Hochlauf“. Hinzu kommt, dass E-Motoren deutlich weniger Komponenten brauchen.
Das Unternehmen plant für den Jobabbau einmalige Kosten in Höhe von 480 Millionen Euro ein. Ab 2030 sollen dann jährlich 300 Millionen Euro eingespart werden.