Nahost
Außenminister Bettel sichert Palästinenser-Hilfswerk weiter Unterstützung zu
Die UNRWA, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, sah sich während des israelischen Krieges im Gazastreifen schweren Anschuldigungen seitens der israelischen Regierung ausgesetzt. Luxemburgs Außenminister Xavier Bettel sprach der Organisation am Donnerstag beim Besuch ihres kommissarischen Generalkommissars Christian Saunders in Luxemburg sein Vertrauen aus.
Zu Gast bei Xavier Bettel: Christian Saunders leitet die UNRWA kommissarisch, da sich die Suche nach einem Nachfolger des vor einigen Monaten als Generalkommissar ausgeschiedenen Philippe Lazzarini als schwierig erweist Foto: Editpress/Alain Rischard
„Es gibt keine Alternative vor Ort“, wiederholte der ebenfalls für die luxemburgische Kooperationspolitik zuständige Xavier Bettel mehrmals nach seiner Unterredung mit Christian Saunders, als er über die Arbeit der UN-Organisation sprach. Davon habe er sich unter anderem bei seinen Besuchen in der Region überzeugen können. Für ihn sei es „wichtig“, den „politischen und finanziellen Willen Luxemburgs“, die UNRWA weiter zu unterstützen, zu bestätigen, sagte Xavier Bettel.
Als im Januar 2024 Israel das UNRWA beschuldigte, von der palästinensischen Terrororganisation Hamas infiltriert zu sein und an dem Überfall am 7. Oktober beteiligt gewesen zu sein, wandten sich viele Länder von der UN-Organisation ab und stellten ihre Unterstützung ein. Luxemburg hatte das nicht getan. Im Gegensatz zu den USA, die ihre Unterstützung für das Hilfswerk vollständig eingestellt haben. Andere Länder wie Großbritannien, Deutschland, Japan und Kanada haben ihre Beitragszahlungen nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen. Israel jedoch hat das UNRWA gar als Terrororganisation eingestuft und ihm die Arbeit auf israelischem Territorium verboten.