Georgien

Ausschreitungen vor Parlament – Kritik aus dem Westen an Sicherheitsbehörden

Bei erneuten proeuropäischen Protesten in Georgiens Hauptstadt Tiflis hat es vor dem Parlament gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Maskierte Polizisten in Schutzausrüstung setzten am Samstagabend Gummigeschosse, Tränengas und Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, die mit Eiern und Feuerwerkskörpern warfen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Während einer Demonstration gegen die Entscheidung der Regierung, die EU-Beitrittsgespräche zu verzögern, kommt es in der Nähe des Parlamentsgebäudes in der Innenstadt von Tiflis zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei

Während einer Demonstration gegen die Entscheidung der Regierung, die EU-Beitrittsgespräche zu verzögern, kommt es in der Nähe des Parlamentsgebäudes in der Innenstadt von Tiflis zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei Foto: AFP

Die neue EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte die georgischen Behörden am Sonntag vor Gewalt gegen Demonstranten. Die amtierende Präsidentin Salome Surabischwili wollte derweil ohne eine Wiederholung der Parlamentswahl nicht zurücktreten. „Ich gebe zu, dass ich Angst habe, dass viele Menschen verletzt werden, aber ich habe keine Angst davor, hier zu stehen“, sagte der 39-jährige Tamar Gelaschwili, der in Tiflis protestierte. Hinter einem Fenster des Parlamentsgebäudes in Tiflis waren Flammen zu sehen. Demonstrierende errichteten Barrikaden auf der wichtigsten Straße in Tiflis. Auch in weiteren Städten des Landes gab es Demonstrationen.

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