Im „Spiegel“

Asselborn nennt Österreichs Kanzler Kurz wegen Flüchtlingspolitik „Missetäter“

Jean Asselborn ist bekannt für seine markigen Aussagen. Jetzt hat Luxemburgs Außenminister den österreichischen Bundeskanzler in einem Gespräch mit dem Magazin „Spiegel“ einen „Missetäter“ genannt. Der konservative Österreicher habe die „erbärmliche Situation“ der europäischen Flüchtlingspolitik „als Allererster zu verantworten“.

„Europa bleibt krank, solange es aus der Flüchtlingskrise keinen Ausweg gefunden hat“: Asselborn regt sich in Sachen Flüchtlingspolitik besonders über die Positionen des österreichischen Bundeskanzlers Kurz auf

„Europa bleibt krank, solange es aus der Flüchtlingskrise keinen Ausweg gefunden hat“: Asselborn regt sich in Sachen Flüchtlingspolitik besonders über die Positionen des österreichischen Bundeskanzlers Kurz auf Foto: AFP/Nicolas Gierten

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz wegen des Scheiterns der europäischen Flüchtlingspolitik scharf attackiert. „Europa bleibt krank, solange es aus der Flüchtlingskrise keinen Ausweg gefunden hat“, sagte Asselborn dem Spiegel. Der Sozialdemokrat fügte hinzu: „Für mich heißt der Missetäter Sebastian Kurz. Er hat diese erbärmliche Situation als Allererster zu verantworten.“

Kurz fährt in der Flüchtlingspolitik seit Jahren einen harten Kurs. Ganz Europa sei Kurz’ Gerede auf den Leim gegangen, „man müsse nur die Grenzen schließen, damit sich das Flüchtlingsproblem erledige“, kritisierte Asselborn in dem Nachrichtenmagazin. Er sieht nun vor allem EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in der Pflicht. „Es ist an der Zeit, dass die Kommissionschefin alle Hebel in Bewegung setzt, um auch jene zwei Drittel der EU-Länder, die immer noch so tun, als gingen sie die Flüchtlinge an Europas Haustür nichts an, dazu zu bringen, sich solidarisch zu zeigen.“ (dpa)

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