Kroatien

Animositäten zwischen Staats- und Regierungschef könnten sich nach Präsidentenwahl verschärfen

Über die Hälfte der Wähler blieb bei Kroatiens Präsidentschaftskür zwar den Urnen fern. Doch obwohl von einem Machtmonopol im Gegensatz zu den autoritär gestrickten Nachbarn Serbien und Ungarn keine Rede sein kann und die Demokratie im Adriastaat funktioniert, birgt Kroatiens Duopol auch Tücken.

Zoran Milanovic (r.), hier mit Ehefrau Sanja Music Milanovic, lässt sich in Zagreb nach seinem Wahlsieg feiern

Zoran Milanovic (r.), hier mit Ehefrau Sanja Music Milanovic, lässt sich in Zagreb nach seinem Wahlsieg feiern Foto: AFP/Damir Sencar

Trotzig mimte Kroatiens sonst so selbstsicherer Premier Andrej Plenkovic in der bitteren Wahlnacht die Rolle des schlechten Verlierers. Statt seinem Erzrivalen Zoran Milanovic zu dessen Erdrutschsieg bei den Präsidentschaftswahlen zu gratulieren, pries der konservative HDZ-Chef lieber seinen von ihm ins Rennen geschickten, aber kläglich gescheiterten Hoffnungsträger Dragan Primorac: „Dies ist nicht meine Niederlage. Primorac war ein ausgezeichneter Kandidat – im Gegensatz zu Milanovic.“

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