Rumänien

An den kontroversen Wahlinterventionen des Verfassungsgerichts scheiden sich die Geister

Nach der Annullierung der Präsidentschaftswahlen schlittert Rumänien immer tiefer in eine Staats-, Verfassungs- und Vertrauenskrise. Vor allem am Verfassungsgericht teilen sich nach wiederholten Wahlinterventionen die Geister: Es mehrt sich der Argwohn, dass ein missliebiges Votum gekippt werden sollte.

Der rechtsextreme Präsidentschaftskandidat Catalin Georgescu sieht die Freiheit in Rumänien in Gefahr

Der rechtsextreme Präsidentschaftskandidat Catalin Georgescu sieht die Freiheit in Rumänien in Gefahr Foto: Daniel Mihailescu/AFP

Trotzig machte sich der ausgebremste Etappensieger der vorzeitig abgeblasenen Präsidentenkür am Sonntag zu den geschlossenen Pforten seines Wahllokals in der südrumänischen Provinzstadt Mogosoaia auf. „Öffnen Sie die Wahllokale. Die Stimmzettel sind gedruckt. Die Rumänen wollen wählen“, so die Botschaft des russophilen Rechtsextremisten Calin Georgescu an den ihn begleitenden Journalistentross: „Doch mit der Abstimmung wurde auch unsere Freiheit annulliert.“

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