Reporter ohne Grenzen
50 Medienschaffende wurden weltweit in diesem Jahr getötet
Weltweit sind in diesem Jahr mindestens 50 Journalisten und andere Medienschaffende im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Berufs getötet worden. Die meisten von ihnen seien gezielt ermordet worden, heißt es in der am Dienstag vorgelegten Jahresbilanz der Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen. Das gefährlichste Land der Welt für Journalisten war laut dem Bericht das fünfte Mal in Folge Mexiko.
Mexiko, Mexiko-Stadt: Die Journalistin und Aktivistin Arango hält eine rot verschmierte Kamera und eine Presseweste bei einer symbolischen Aktion vor der mexikanischen Staatsanwaltschaft gegen die Ermordung des Journalisten Nevith Condes Jaramillo Foto: dpa/Quetzalli Blanco
„Kritisch über Korruption, Mafia oder Umweltzerstörung zu berichten, ist in viel zu vielen Ländern lebensgefährlich für Journalistinnen und Journalisten“, erklärte der Vorstandssprecher von Reporter ohne Grenzen in Berlin, Michael Rediske. „In Ländern wie Mexiko, Irak oder Pakistan können mächtige Kriminelle, extremistische Gruppen und zum Teil auch korrupte Politikerinnen und Politiker immer noch damit rechnen, mit solchen Verbrechen ungestraft davonzukommen.“