Bosnien
40 Jahre nach den ersten Maria-Erscheinungen kam Corona – und macht dem Wallfahrtsort Medjugorje schwer zu schaffen
Eine Erscheinung machte das Wunder möglich: Vor 40 Jahren erschien die Jungfrau Maria sechs Jugendlichen im bosnischen Medjugorje – und verwandelte das Winzernest in ein Touristenmekka der klingenden Kassen. Doch Corona hat sich für den Wallfahrtsort als biblische Plage entpuppt.
Die ersten Pilger kommen wieder – aber fast ausschließlich aus Osteuropa Foto: AFP/Elvis Berukcic
Zumindest zum Jubiläum ihres erstmaligen Erscheinens hat die Gottesmutter die Stoßgebete der verzweifelten Gastronomen von Medjugorje erhört. „Wenigstens aus Osteuropa kommen wieder die Pilger – vor allem aus Polen, der Ukraine, Ungarn und Rumänien“, berichtet am Telefon erleichtert Davor Ljubic, der Vorsitzende des Tourismus- und Hotelierverbands in dem bosnischen Wallfahrtsort dem Tageblatt: „Wenn die epidemiologische Lage uns keinen Strich durch die Rechnung macht, können wir dieses Jahr vielleicht wieder auf 30 Prozent der Gästezahlen von 2019 kommen.“