Spanien

10.000 Tote im Mittelmeer: NGO meldet Rekordwert für das Jahr 2024

Eine spanische NGO zieht am Ende des Jahres eine traurige Bilanz: 2024 sind so viele Menschen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen bei der Überfahrt nach Spanien im Mittelmeer gestorben.

Ein „Cayuco“-Boot aus dem Senegal mit 136 Migranten an Bord, das von der spanischen Salvamento Maritimo aus dem Meer gerettet wurde

Ein „Cayuco“-Boot aus dem Senegal mit 136 Migranten an Bord, das von der spanischen Salvamento Maritimo aus dem Meer gerettet wurde Foto: AFP

Im laufenden Jahr sind einer Nichtregierungsorganisation zufolge mehr als 10.000 Menschen bei der Flucht über das Meer nach Spanien ums Leben gekommen. Mindestens 10.457 Flüchtlinge seien gestorben oder verschwunden, erklärte die Menschenrechtsorganisation Caminando Fronteras am Donnerstag. Dies seien über 50 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und ein Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2007. Die zwischen dem 1. Januar und dem 5. Dezember 2024 von der Organisation registrierten Zahlen bedeuten durchschnittlich 30 Tote pro Tag. Im vergangenen Jahr waren es noch durchschnittlich rund 18 Tote täglich gewesen. Die NGO bezieht ihre Daten von Hotlines für Migranten in Seenot und Familienangehörige vermisster Migranten und nutzt offizielle Statistiken zu Rettungsaktionen.

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