Die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart verlief am Sonntagabend (14.7.) ziemlich turbulent – von Anfag an. Denn es war abzusehen, dass der umstrittene Präsident Wolfgang Dietrich abgewählt werden würde. Doch dann kam es unerwartet heftiger.

In der Mercedes-Benz-Arena verschaffte Dietrich der Geist in der Maschine Aufschub: Um 19.12 Uhr musste er den 3616 anwesenden Stimmberechtigten mitteilen, dass das WLAN im Saal nicht funktioniert. Weil die Abstimmung aber über die Funktechnik laufen sollte, musste die ganze Veranstaltung abgesagt und auf einen späteren Termin verschoben werden.

Die ist zwar eigentlich erst in frühestens drei Wochen möglich, doch der VfL ist seinen Präsidenten trotzdem los: Am heutigen Montag (15.7.) hat er als Reaktion auf die heftigen Proteste nach dem WLAN-Debakel (er musste bei seinem Abgang aus der Arena von Leibwächtern vor der wütenden Menge geschützt werden) sein Amt von sich aus niedergelegt: Er habe „den Grad an Feindseligkeit und Häme, wie am gestrigen Tag erlebt, nicht für möglich gehalten“, zitiert die BILD-Zeitung den 70-Jährigen. Er könne und wolle „nicht mehr verantwortlich für alles gemacht werden, was beim VfB Stuttgart berechtigt oder unberechtigt nicht gut funktioniert.“

Man sieht: Der Ausfall des WLANs führt nicht nur in Haushalten mit Pubertierenden zu Panik und anderen überzogenen Reaktionen.

 

 

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