Trier

Die Karstadt-Filiale an der Porta Nigra muss schließen

Die harten Sanierungseinschnitte bei der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof treffen auch den Standort Trier. Die Karstadt-Filiale in der Simeonstraße steht vor dem Aus. Rund 70 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Beliebtes Motiv für Symbolbilder der Agenturen: In Trier stehen die Warenhäuser Galeria Kaufhof und Karstadt direkt nebeneinander. Doch das wird bald ein Ende haben

Beliebtes Motiv für Symbolbilder der Agenturen: In Trier stehen die Warenhäuser Galeria Kaufhof und Karstadt direkt nebeneinander. Doch das wird bald ein Ende haben Harald Tittel/dpa

Derzeit werden die Beschäftigten in Trier über die Maßnahmen im angeschlagenen Konzern informiert. Später soll die Öffentlichkeit mehr erfahren. Wie viele der rund 300 Beschäftigten in den drei Trierer Häusern betroffen sind, ist derzeit noch offen. Laut Gewerkschaft Verdi sollen bis zu 6200 der bundesweit insgesamt 28.000 Karstadt-Kaufhof-Mitarbeitern ihren Job verlieren. 62 der 172 Häuser sollen geschlossen werden.

Verdi-Sekretär Alexander Sauer äußerte sich gegenüber dem TV: „Das ist ein schwarzer Freitag für die Beschäftigten bei Galeria Karstadt Kaufhof.“ Jedes Haus, das geschlossen werde, sei ein Haus zu viel, jeder Mitarbeiter, der seine Stelle verliere, einer zu viel.

Die Gewerkschaft hatte im Vorfeld immer wieder die Managementfehler im Unternehmen angesprochen. Nun versucht man, die Schieflage mit einer Planinsolvenz zu retten. Für die ausscheidenden Mitarbeiter keine gute Ausgangslage. Nach TV-Informationen ist ein Sozialplan schon verhandelt. Doch Experten sagen, dass die Abfindungen in der wirtschaftlich schwierigen Lage bescheiden ausfallen dürften.

Noch vor wenigen Tagen hatte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Trierer Beschäftigten mit einem Besuch den Rücken gestärkt und ihnen Mut zugesprochen. Ein Thema dabei, die Versteuerung von Abfindungsbeiträgen. Während in anderen Ländern solche Zahlungen steuerfrei sind, müssen deutsche Arbeitnehmer diese Zahlungen noch versteuern. „Da bleibt von dem Wenigen oft kaum was über“, meint ein Gewerkschafter.

Dieser Artikel erschien zuerst im Trierischen Volksfreund

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