Enovos League
Esch dominiert das Südderby
Im Südderby sicherten sich die Escher einen deutlichen und nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Nach der Auftaktniederlage gegen Aufsteiger Racing konnte sich das Team von Trainer Mériguet zurückkaufen. Eine solide Verteidigung sowie ein treffsicheres Duo Cornu/Nelson waren dabei die Garanten zum Erfolg.
Auf Quinn Nelson war auf Escher Seite mit 27 Punkten Verlass Foto: Editpress/Jeff Lahr
Auch wenn man meinen konnte, dass der T71, der zu den Top-Meisterschaftskandidaten zählt, als Favorit in die Partie starten würde, da die Escher mit vielen Fragezeichen in die Saison gingen, waren es die Gastgeber, die sofort die ersten Akzente setzten und nach fünf Minuten mit 10:0 führten. „Gegen den Racing waren wir mental nicht bereit. Die Devise für das zweite Spiel lautete: Verteidigung, Verteidigung, Verteidigung. Es war wichtig, dass wir gleich von Anfang an Vollgas geben und Düdelingen nicht zur Entfaltung kommen lassen“, erklärte Dino Ceman. Die Düdelinger, denen erst nach knapp sechs Minuten die ersten Punkte durch Freiwürfe gelangen, taten sich schwer. Der Basket Esch blieb die tonangebende Mannschaft und baute seine Führung bis auf maximal 19 Punkte aus (38:19, 27.). Dieser Rückstand schien Düdelingen, das sich vor allem im defensiven Bereich steigerte, wachzurütteln, denn bis zur Pause verringerten Taylor und Co. den Rückstand. Beim T71 war zur Pause Taylor bereits mit drei Fouls vorbelastet, während bei den Escher Nelson, Ceman und Cornu drei Fehler auf ihrem Konto hatten.
Zusätzliche Motivation
Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste hartnäckig. Unter dem Impuls von Kalmes und Taylor kam man bis auf neun Zähler heran (53:44). Die Escher wackelten nicht und blieben konzentriert: Nelson, Cornu und Ceman sorgten dafür, dass der Gegner auf sicherer Distanz blieb (64:47).
„Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Auf diese Leistung könne wir aufbauen,“ so Dino Ceman, der vergangene Saison noch beim T71 aktiv war: „Ich schätze die Leute im Klub und den Verein, bei dem ich lange gespielt habe sehr. Natürlich ist es etwas Besonderes, gegen den ehemaligen Klub zu spielen, das gibt stets ein paar Prozent Motivation mehr.“
Den T71 plagen derzeit hingegen Verletzungssorgen. Neben Finn Reisdorffer, der hofft in ein bis zwei Wochen wieder spielen zu können, hat sich am letzten Samstag Ivan Delgado zu Beginn der Partie am Fuß verletzt. Er fällt voraussichtlich noch drei Wochen aus. Nach einem Auftaktsieg gegen Contern erwischte das Team aus der „Forge du Sud“ gegen Esch einen schwarzen Tag. „Wir wussten, dass sie viel Erfahrung besitzen, und wir waren uns auch bewusst, dass Esch nach der Niederlage gegen den Racing hart zu Werke gehen würde. Doch wir waren einfach nicht bereit. Wir kamen nicht in unsere Systeme, defensiv gab es Mängel, aber auch im offensiven Bereich lief nicht viel zusammen“, erklärte Kapitän Christopher Jack, für den die Partie eine Warnung ist: „Eine solche Niederlage ist wichtig, um uns zu zeigen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.“
Statistik
„T“-Bestnote: Quinn Nelson (Basket Esch)
Viertel: 21:9, 23:23, 22:20, 21:14
Esch: Nelson 27, Cornu 17, Rugg 14, Ceman 12, Hicks 9, Thill 6, Monteiro 2, Vandler 0, Da Veiga Rodrigues 0, Jesus Frederico 0
Düdelingen: Taylor 24, Long 17, Kalmes 15, Stephens 5, Jack 3, Grün 2, Agbodenou 0, Malesevic 0, Schroeder 0
Schiedsrichter: Malané/Kerschen/Colella
Zuschauer: 300 zahlende