Pandemie / Senioren finden ganz eigene Wege, mit der Krise umzugehen
Cleophine di Ronco (92) ist eine Leseratte. Sie liest am liebsten Western, so richtig mit Cowboys und allem drum und dran. (Foto : Editpress/Fabrizio Pizzolante)
Wie erleben Senioren die Krise? Und das, was um sie herum vorgeht? Sie erleben es anders als angenommen. Das gilt für Cleophine di Ronco (92) und Emile „de Mulles“ Calmes (87), wie ein Besuch im „Home pour personnes âgées“ (HPPA) in Grevenmacher zeigt.
Auf Corona angesprochen, sagt Cleophine di Ronco (92), dass sie Angst vor dem Virus hat. Aber er ist nun mal da. „Da muss man sich fügen“, ist ihre Haltung. Sofort danach kommt die fast schon stolze Aussage, dass sie alle zwei Impfungen hat. Di Ronco ist mit fünf Brüdern aufgewachsen und ein absoluter Familienmensch.









Ein andere Ansicht älterer Menschen: Am Ende eines langen Lebens und den Beschwerden, welche das Alter ohnehin mit sich bringt, hätte man auf den zusätzlichen Corona-Stress gerne verzichtet.
Uns hat man den Unruhestand komplett verdorben. Wir fühlen uns wie Zugvögel welche man eingesperrt hat, und zusätzlich noch die Flügel gestutzt hat. Fehlt nur noch, dass man uns ein Bein amputiert.