Großbritannien / Nach der Trauerfeier stellen sich Fragen zur Zukunft der Monarchie
Queen Elizabeth II. hatte das Glück, 73 Jahre lang ihren Ehemann Prinz Philip an ihrer Seite zu haben (Foto: Jonathan Brady/Pool/AFP)
Zu Lebzeiten war Prinzgemahl Philip in der Öffentlichkeit stets ein, zwei Schritte hinter Queen Elizabeth II. zurückgeblieben. Auf dem letzten Gang ist der Herzog von Edinburgh am Samstag zum ersten und letzten Mal seiner Ehefrau der vergangenen 73 Jahre vorangegangen. Mit imperialer Grandezza und klingendem Spiel wurde der vergangene Woche 99-jährig Verstorbene von Schloss Windsor zur Schlosskirche St. Georg geleitet, in deren Königsgruft seine sterblichen Überreste ihre letzte Ruhe fanden.
Auch wenn sich der Prinz schon vor vielen Jahren gegen ein Staatsbegräbnis entschieden hatte – in normalen Zeiten wäre die Trauerfeier von Hunderttausenden live verfolgt worden –, hätte es ansehnliche Militärparaden in der Hauptstadt London gegeben. Unter Covid-Bedingungen konzentrierte sich das Geschehen auf das weitläufige Gelände des mehr als 900 Jahre alten Königsschlosses, wo der Hochbetagte zwei Monate vor seinem 100. Geburtstag gestorben war. Weil am Trauergottesdienst wie überall im Land lediglich 30 Menschen teilnehmen durften, musste Premierminister Boris Johnson wie Millionen anderer Briten das Geschehen am Fernseher verfolgen.









Monarchien sind allgemein eine einzige Trauerfeier. Schnee von gestern.