Standpunkt
Eine Kryptowährung der Zentralbanken zur Demokratisierung des Geldes
Die Geschichte des Geldes ist gleichzeitig auch die Geschichte der Versuche, das Zahlungssystem und die Geldschöpfung zu kontrollieren. Heute, wo die Kontrolle darüber in der Hand der Geschäftsbanken liegt, können die Zentralbanken mit ihren Bemühungen zur Wirtschaftsförderung weder die wirtschaftliche Stagnation noch die drohende Klimakatastrophe verhindern, sondern verstärken letztlich nur die Ungleichheit. Es ist Zeit, dieses skandalöse Kartell aufzulösen, und der Weg dahin liegt in der Einführung einer Kryptowährung der Zentralbanken.
Digitalwährungen der Zentralbanken, die wie der Bitcoin auf transparenzfördernden Technologien beruhen, sind laut Autor ein vielversprechender Weg, mehr Transparenz zu schaffen Foto: AFP
Ob man Geld überweist oder mit seiner Bankkarte eine Tasse Kaffee bezahlt: Jede dieser Transaktionen durchläuft ein digitales System, das vollständig in der Hand der Geschäftsbanken ist. Was eigentlich eine öffentliche Einrichtung wie Straßen oder Wasserrohre sein sollte, ist in Wirklichkeit ein lukratives Kartell. Außerdem erhöhen die Banken mit jedem Kredit, den sie vergeben, den Kontensaldo des Schuldners und erzeugen damit neues Geld. Währungen wie Dollar, Pfund, Euro oder Yen werden überwiegend von privaten Banken aus heißer Luft geschaffen.