Deutschland

Sozial-Gipfel im Kanzleramt: Nur bei der Arbeitszeit wird es emotional

Stundenlang haben die Spitzen der schwarz-roten Koalition und die Sozialpartner über Reformen beraten. Nach dem Treffen heißt es hinter den Kulissen, man sei überraschend optimistisch auseinandergegangen. Hält das die nächsten Wochen?

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) zeigen parteiübergreifenden Optimismus im Kanzleramt

Parteiübergreifender Optimismus: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) im Kanzleramt Foto: Michael Kappeler/dpa

Der Morgen nach dem Sozialpartner-Gipfel beginnt für Friedrich Merz (CDU) mit einer Panne: Das Mikrofon im Bundestag versagt, als er zur Regierungserklärung ansetzen will. Und so beginnt der Bundeskanzler zwar mehrfach seinen Satz, setzt aber dennoch den Ton, den er in den nächsten Wochen nun anstimmen will: optimistisch, staatsmännisch. Ein Merz’sches „Wir schaffen das“ sozusagen.

„Dieses lange Gespräch hat in ausgesprochen guter, sehr konstruktiver Atmosphäre stattgefunden, und wir werden es zu einzelnen Themen auch weiter fortsetzen“, sagt der CDU-Vorsitzende. Es gelte zuzuhören, dann aber auch Entscheidungen zu treffen. Genau daran arbeite die Bundesregierung. Merz drängt zur Eile. „Wir wollen in dieser Wahlperiode das Fundament unseres Landes so erneuern, dass es wieder für viele Jahre, vielleicht sogar für ein Jahrzehnt trägt.“ Dies soll so umgesetzt werden, dass auch Lasten gerecht verteilt werden. „Wir stellen uns den Herausforderungen, allen Abgesängen zum Trotz“, macht er seiner Regierung Mut.

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