Meinung / Deutschlands Grüne und der Palmer-Ausschluss: Nicht mehr alles im grünen Bereich
Tübingens Bürgermeister Boris Palmer profilierte sich auf Kosten seiner Partei – nun wollen die Grünen ihn nicht mehr dabei haben (Foto: AFP/Yann Schreiber)
Boris Palmer ist blitzgescheit, erfolgreich und kreativ. Ein Vorzeige-Grüner, ihr wohl bester Kommunalpolitiker. Aber er ist auch ein Dummkopf, weil er sein großes Talent für ein paar schnelle Schlagzeilen verschwendet, seinen Ruf mit unbedachten Sprüchen ruiniert. Palmers Dreistigkeit beim Austeilen korrespondiert dabei mit einer großen Überempfindlichkeit gegen Kritik.
Vor „Ausgrenzung und Denunziation“ warnt der Tübinger Oberbürgermeister jetzt. Einer, der locker mal das N-Wort benutzt, der von Menschenrechts-„Fundamentalismus“ sprach, und der fand, man rette mit dem Lockdown nur Leute, „die in einem halben Jahr sowieso tot wären“. Der kurze Triumph über die Empörung der anderen ist die Selbstbefriedigung des Querulanten.









Es ist typisch, dass alle Parteien die Leute ausschliessen, welche in ihren Reihen den gesunden Menschenverstand repräsentieren:
Thilo Sarrazin, Sara Wagenknecht und jetzt eben auch Boris Palmer.