„Hybrider Angriff“

Wieder Drohnensichtung in Dänemark – Militärbasis betroffen

Erneut sorgt eine Drohnensichtung über einem dänischen Flugfeld für die Sperrung des Luftraums über dem betroffenen Gebiet. Noch sind viele Frage offen.

ARCHIV – 22.09.2025, Dänemark, Kopenhagen: Dänische Polizisten patrouillieren am Flughafen. Am Montagabend waren am Flughafen der dänischen Hauptstadt Drohnen gesichtet worden, worauf der Luftraum über Kopenhagen bis Dienstag vier Stunden lang gesperrt war. (zu dpa: «Dänemark schaut wegen Drohnen verstärkt auf deutsche Grenze») Foto: Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV – 22.09.2025, Dänemark, Kopenhagen: Dänische Polizisten patrouillieren am Flughafen. Am Montagabend waren am Flughafen der dänischen Hauptstadt Drohnen gesichtet worden, worauf der Luftraum über Kopenhagen bis Dienstag vier Stunden lang gesperrt war. (zu dpa: «Dänemark schaut wegen Drohnen verstärkt auf deutsche Grenze») Foto: Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto/dpa

In Dänemark ist erneut mindestens eine Drohne über einem Flugfeld gesichtet worden. Betroffen war der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge diesmal der Militärstützpunkt Karup, der größte des Landes. „Eine oder zwei Drohnen“ seien gesichtet worden, sagte ein Sicherheitssprecher. Der Luftraum über dem Gebiet sei zwar zeitweise auch für den zivilen Flugverkehr gesperrt worden, signifikante Auswirkungen hatte das den Angaben zufolge aber nicht.

Der Zwischenfall ereignete sich bereits am Freitagabend, öffentlich wurde die Sichtung am Samstag. Ob ein Zusammenhang zu den Drohnensichtungen der vergangenen Tage besteht, ist offen.

Tagelanger Drohnenalarm

Die Sichtung mehrerer größerer Drohnen hatte am Montagabend zur stundenlangen Vollsperrung des Hauptstadtflughafens Kopenhagen geführt. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag waren weitere, kleinere Flughäfen betroffen – alle in Jütland. In dieser Region liegt auch die Militärbasis Karup.

Die dänischen Behörden haben bislang keine Informationen veröffentlicht, die Aufschluss darüber geben, wer genau für die Drohnenflüge verantwortlich sein könnte. Die Regierung spricht von einem „hybriden Angriff“. Die Ermittler gehen von einem professionellen Akteur mit den nötigen Fähigkeiten aus, der damit Unruhe in dem Nato-Land stiften will. Russland hatte in einer Mitteilung seiner Botschaft in Dänemark am Donnerstag Vermutungen zurückgewiesen, für die Vorfälle verantwortlich zu sein.

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