Luxemburg

„Wichtig ist, dass jemand da ist, wenn derjenige wieder zurück will“: Wie Respect.lu bei Radikalisierung hilft

Die Corona-Krise hat sichtbar gemacht, dass Menschen sich in extremen Theorien verrennen können, obwohl deren Umfeld das vorher nicht erwartet hätte. Das ist einer der Punkte, an der der Luxemburger Verein Respect.lu anknüpft – dessen Team hilft beim Thema Radikalisierung sowohl den Betroffenen als auch deren Umfeld. Das Tageblatt hat mit der Vereinsdirektorin gesprochen und sie gefragt, was Angehörige tun können und was bei ihrer Arbeit am wichtigsten ist. 

Wer bei sich selbst oder einem Menschen in seinem Umfeld Anzeichen für eine Radikalisierung bemerkt, kann sich an den Luxemburger Verein Respect.lu wenden

Wer bei sich selbst oder einem Menschen in seinem Umfeld Anzeichen für eine Radikalisierung bemerkt, kann sich an den Luxemburger Verein Respect.lu wenden Symbolfoto: Fabian Sommer/dpa

„Das hier ist das erste Gespräch, in dem mir mal jemand richtig zuhört“ oder „Ich wollte mit meinen Aussagen ja niemandem wehtun“: Solche und ähnliche Sätze bekommt Karin Weyer während ihrer Arbeit zu hören. Weyer ist die Direktorin des Vereins Respect.lu, Diplompsychologin und Psychotherapeutin. Das Team des Vereins hilft Menschen, die sich radikalisiert haben – ob bewusst oder unbewusst – und fungiert als Anlaufstelle für deren Umfeld. Neben den Angeboten für Betroffene und deren Angehörige bilden die Mitarbeiter auch Personal wie Lehrer oder Erzieher weiter und betreiben Präventionsarbeit, zum Beispiel mit Workshops an Schulen.

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