Prozessauftakt
Vom Täter zum Opfer, vom Retter zum Totschläger: Das geschah beim Jeunesse-Jugendtraining
Das Jugendtraining der Escher Jeunesse am 20. Januar 2023 endete im Drama. Aus einem Täter wurde ein Opfer, aus einem Retter ein Totschläger. Der erste Prozesstag deutet darauf hin, dass die Reaktion des angeklagten Jugendtrainers vielleicht mehr als ein Notwehrexzess war. Er hatte dem wehrlos am Boden liegenden Angreifer, einem Flüchtling aus dem Irak, in seiner Wut tödliche Verletzungen zugefügt.
Hier spielte sich das Drama vor über zwei Jahren ab: der Jeunesse-Trainingskomplex in der Hiehl Foto: Editpress/Julien Garroy
Der erste Tag des Prozesses zum tödlichen Zwischenfall beim Jugendtraining der Escher Jeunesse bestätigte das, was Augenzeugen nach der Tat dem Tageblatt berichtet hatten. Am Notwehrexzess des französischen Jugendtrainers des Vereins gibt es keinen Zweifel, wobei zu klären bleibt, ob es nicht mehr als das war. Beim Opfer, gleichzeitig Auslöser der für ihn tödlichen Auseinandersetzung, handelt es sich um einen in seiner Zeit in Luxemburg gleich mehrfach polizeilich aufgefallenen Flüchtling aus dem Irak.